Kurz und Knapp – GWG künftig bis 800.- Euro

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Was ändert sich 2018?

Die Grenze für Geringwertige Wirtschaftsgüter wird 2018 auf 800.-Euro angehoben. Das bedeutet, diese Wirtschaftsgüter dürfen im Jahr der Anschaffung vollumfänglich steuerlich als Betriebsausgaben unabhängig von Ihrer Nutzungsdauer geltend gemacht werden. Sie müssen nicht über die übliche Nutzungsdauer abgeschrieben werden.
Deshalb empfiehlt es sich zu prüfen, ob mit der Anschaffung dieser Wirtschaftsgüter noch bis 2018 gewartet werden kann.

Verbilligte Vermietung und Kosten vorab

Wird eine Wohnung unter Marktpreis vermietet, sind unter bestimmten Voraussetzungen die Werbungskosten nur beschränkt abzugsfähig. Das gilt auch für die Aufwendungen, die vor dem Einzug in die Wohnung entstanden sind.
Ein Angestellter hatte eine von seiner Mutter geerbte Eigentumswohnung renoviert und im nachfolgenden Jahr verbilligt an seinen Sohn vermietet. Da die Miete weniger als 66 % der ortsüblichen Marktmiete betrug, wurden die abzugsfähigen Werbungskosten entsprechend gekürzt. Diese anteilige Kürzung war auch für die im Jahr vor Bezug entstandenen Werbungskosten vorzunehmen. Die Geschichte wäre wohl anders ausgegangen, wenn ein Nachweis erbracht worden wäre, dass beabsichtigt gewesen war, die Wohnung zum Marktpreis zu vermieten, z. B. durch Maklerbeauftragung etc. rgangene Einkommensteuerbescheid des Vorjahrs war entsprechend zu ändern.
(Quelle: Urteil des Finanzgerichts Nürnberg)

Scheidungskosten nicht mehr als außergewöhnliche Belastung abziehbar

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Scheidungskosten sind nicht mehr als außergewöhnliche Belastung abziehbar. Mit Urteil vom 18. Mai 2017 VI R 9/16 hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass die Kosten eines Scheidungsverfahrens unter das neu eingeführte Abzugsverbot für Prozesskosten fallen.
Grundsätzlich sind Prozesskosten nicht mehr steuerlich abzugsfähig. Eine Ausnahme kann nur dann greifen, wenn der Steuerpflichtige ohne die Aufwendungen Gefahr liefe, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine lebensnotwendigen Bedürfnisse in dem üblichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu können.
Auf diese Ausnahmeregelung berief sich die Klägerin. Sie machte in ihrer Einkommensteuererklärung Aufwendungen für ein Scheidungsverfahren als außergewöhnliche Belastung geltend. Jedoch letztendlich vergeblich, denn ein Ehegatte wende die Kosten für ein Scheidungsverfahren regelmäßig nicht zur Sicherung seiner Existenzgrundlage und seiner lebensnotwendigen Bedürfnisse auf. Hiervon könne nur ausgegangen werden, wenn die wirtschaftliche Lebensgrundlage des Steuerpflichtigen bedroht sei. Eine derartige existenzielle Betroffenheit liege bei Scheidungskosten nicht vor, selbst wenn das Festhalten an der Ehe für den Steuerpflichtigen eine starke Beeinträchtigung seines Lebens darstelle. Zwar habe der BFH die Kosten einer Ehescheidung bis zur Änderung des § 33 EStG im Jahr 2013 als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt. Dies sei nach der Neuregelung jedoch nicht länger möglich. Denn dadurch habe der Gesetzgeber die Steuererheblichkeit von Prozesskosten auf einen engen Rahmen zurückführen und Scheidungskosten vom Abzug als außergewöhnliche Belastung bewusst ausschließen wollen. (Auszug aus dem Pressetext des BFH)

Arbeitsschutz für Jugendliche Was bei Ferienjobs zu beachten ist

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Bundesregierung, Pressemitteilung vom 28.07.2017

Endlich Sommerferien! Viele Schülerinnen und Schüler nutzen die Zeit, um mit Ferienjobs ihr Taschengeld aufzubessern – zum Beispiel beim Zeitungsaustragen, in einer Bäckerei, beim Auffüllen von Regalen im Supermarkt oder auch in der Landwirtschaft. Doch es gilt, ein paar Regeln zu beachten.

Arbeiten in den Ferien – das ist für viele eine super Sache. Die Kinder und Jugendlichen bekommen nicht nur einen Einblick in das Arbeitsleben, sondern können auch schon richtig Geld verdienen. Zu ihrem Schutz gibt es aber eine Reihe von Regeln zu beachten, die im Jugendarbeitsschutzgesetz verankert sind.

Als Kind gilt im Sinne des Gesetzes, wer noch keine 15 Jahre alt ist. Wer zwischen 15 und 18 Jahren alt ist, ist Jugendlicher.

Auch kleine Jobs erst ab 13

Kinder dürfen frühesten ab 13 Jahren arbeiten – und auch dann nur unter Auflagen. Wenn die Eltern zustimmen, dürfen sie täglich bis zu zwei Stunden arbeiten. In der Landwirtschaft dürfen es auch drei Stunden sein. Erlaubt sind aber nur leichtere Tätigkeiten, wie Zeitungen austragen oder Gartenarbeit. Zudem muss die Arbeitszeit zwischen 8 Uhr und 18 Uhr liegen.

Auch Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren dürfen noch nicht alle Tätigkeiten ausüben. So sind von ihnen keine schweren körperlichen oder gefährlichen Arbeiten, etwa mit Chemikalien, zu verlangen. Auch Akkordarbeit, bei der der Lohn direkt vom Arbeitstempo abhängt, ist verboten.

Höchstens vier Wochen im Jahr

Während der Schulferien dürfen Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren einen Ferienjob von höchstens vier Wochen im Jahr ausüben. Bei öffentlichen Konzerten, beim Theater und bei ähnlichen Veranstaltungen dürfen Kinder nur auf Grund einer besonderen Ausnahmegenehmigung mitwirken.

Und es gilt: Jugendliche dürfen nicht mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten. Der Arbeitstag darf nicht länger als acht Stunden sein.

Ausnahme: In der Landwirtschaft, zur Erntezeit, dürfen Jugendliche über 16 Jahre bis zu neun Stunden täglich und bis zu 85 Stunden pro Doppelwoche beschäftigt werden.

Fünf Tage pro Woche

Für Jugendliche gilt grundsätzlich die Fünf-Tage-Woche. Der Samstag ist generell arbeitsfrei, und auch an Sonn- und Feiertagen dürfen Jugendliche nicht jobben.

Auch hier gibt es Ausnahmen, die den jeweiligen Branchen geschuldet sind. So darf beispielsweise in Krankenhäusern, Altersheimen, Verkaufsstellen, Familienhaushalten, Gaststätten, in der Landwirtschaft und im Verkehrswesen am Samstag sowie an Sonn- und Feiertagen gearbeitet werden. Dabei gilt: Jugendliche haben dann Anspruch auf einen anderen freien Tag derselben Woche. Durch Tarifverträge sind weitere Anpassungen möglich.

Arbeitszeiten: Nicht zu früh und nicht zu spät

Grundsätzlich gilt: Jugendliche dürfen nur in der Zeit zwischen 6 Uhr und 20 Uhr beschäftigt werden. Aber auch hier gibt es Ausnahmen.
◾Im Bäckerhandwerk und in Konditoreien dürfen 16jährige um 5 Uhr beginnen, 17jährige in Bäckereien um 4 Uhr (nicht in Konditoreien).
◾In der Landwirtschaft dürfen Jugendliche über 16 Jahre ab 5 Uhr oder bis 21 Uhr tätig sein.
◾Im Gaststätten- und Schaustellergewerbe ist ab 16 Jahre das Arbeiten bis 22 Uhr erlaubt.
◾Auch im Schichtbetrieb dürfen Jugendliche ab 16 Jahre eingesetzt werden. Dann gilt: Sie können bis 23 Uhr arbeiten. Zwischen Feierabend und Arbeitsbeginn am nächsten Tag müssen zwölf freie Stunden liegen.

Pausen müssen sein!

Bei einer Arbeitszeit von mehr als viereinhalb Stunden müssen Pausen von insgesamt 30 Minuten eingehalten werden. Bei mehr als sechs Stunden sind es 60 Minuten.

So viel Geld gibt’s

Viele Ferienjobs werden als “geringfügige Beschäftigung” – auch 450-Euro-Jobs genannt – ausgeübt. Das heißt, dass die Schüler höchstens 450 Euro pro Monat verdienen dürfen.

Schüler können aber auch als “kurzfristig Beschäftigte” arbeiten. Dann ist die Höhe des Einkommens erst einmal egal. Doch wenn das Einkommen über dem monatlichen Lohnsteuerfreibetrag von 735 Euro liegt, werden Steuern fällig. Diese können die Schüler allerdings im nächsten Jahr wieder vom Finanzamt erstattet bekommen. Dafür müssen sie einen entsprechenden Antrag stellen und die Lohnsteuerkarte beim Arbeitgeber vorlegen. Auch diese bekommen sie vom Finanzamt.

Da für unter 18-Jährige das Mindestlohngesetz nicht gilt, wird der Stundenlohn für sie mit dem Arbeitsvertrag vereinbart.

Dass unter 18-Jährigen kein Mindestlohn gezahlt wird, hat einen guten Grund: Die Bundesregierung möchte nicht, dass gerade schwache Schüler sich nach ihrem Schulabgang von einer Ausbildung abhalten lassen, um einen ungelernten Job mit Mindestlohn auszuüben.

Sind die Schülerinnen und Schüler über 18 Jahre alt, dann gilt das Mindestlohngesetz. Die Ferienjobber haben Anspruch auf 8,84 Euro je Stunde. In den neuen Bundesländern gibt es in wenigen Ausnahmebranchen, wie der Fleischwirtschaft und der Land- und Forstwirtschaft, der Textil- und Bekleidungsindustrie und dem Gartenbau, noch den Mindestlohn von 8,50 Euro. Dies ändert sich erst zum 1. Januar 2018.

Das Mindestlohngesetz gilt auch, wenn die Ferienarbeit als 450-Euro-Job ausgeübt wird. Das bedeutet, dass die volljährigen Schüler dann maximal 51 Stunden im Monat arbeiten dürfen.

Quelle: Bundesregierung